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Wenn ich für etwas Experte bin, dann für Transformation, besonders die der Industriellen Wertschöpfung

Transformation und Innovation sind Geschwister, wobei die Transformation der Innovation folgt. Das Neue der Innovation ist zunächst Schöpferisch, doch setzt sie sich in der Wirklichkeit durch, ist sie genauso zerstörerisch. Dinge werden ersetzt oder verändert, Folgeeffekte sind oft überraschend, Kollateralschäden die Regel. Die Transformation ist die eigentliche Veränderung, die oft schmerzhafte Folge mit meist ungewissem Ausgang.     

 

 

 

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2026-02-02

Dynamik

Heraklit sagte um 500 v Chr „Panta rei“ – alles fließt – und begründete damit das Denken in Dynamiken. Der dialektische Materialismus, der so ungefähr sagt, jedes Handeln verändert die Welt, schließt sich dem an. Dazwischen gab es Jahrtausende in denen versucht wurde, die Welt mit ewigen Wahrheiten zu beschreiben und wir versuchen es derzeit mal wieder. 

Dabei sind es die Dynamiken, die Veränderungen, die die Wirklichkeit bestimmen und innerhalb derer wir uns alle bewegen.
Ich empfinde derzeit allerortens um mich herum eine große Unsicherheit oder besser gesagt Orientierungslosigkeit. Die gewohnte Ordnung scheint irgendwie nicht mehr zu gelten, selbsternannte Meinungsführer bestimmen den öffentlichen Diskurs und darum herum entwickeln sich Spaltungslinien, die niemand gewollt hat und die sehr weh tun. 

Aber es ist nur die Dynamik die uns einholt. Wir haben die letzten etwas vierzig Jahre an einem manifestiertem Weltbild gezimmert, das geglaubt hat, wir hätten das Ende der Geschichte erreicht und befänden uns auf einem immerwährenden Pfad zu wachsendem Wohlstand und einfachem Leben. Alles fußend auf dem Regelwerk der Vernunft, die wir in großer Arkibie stets weiter wissenschaftlich erforschen und verfeinern.
Und auf einmal ändert sich alles. 

Vernunft hängt immer vom Maß ab. Was wir messen, bestimmt was wir für richtig und falsch halten. Doch in einer Welt, die sich ständig ändert, ändern sich auch die Dinge, die messbaren wie die nicht messbaren, manches Maß wird überflüssig, ein anderers entsteht, manches stellt sich als Irrtum heraus. Vernunft braucht immer einen Überbau an Verständnis, das kein Maß kennt, dass sich nur daran orientiert, zu beobachten, wie wir leben, was geschieht, und dass frei von jedem Vorurteil immer wieder neu zu bewerten. Gläubige Menschen überlassend diese Rolle Gott, andere einem autoritären Herrscher. Demokraten müssen sie selbst ausüben, jenseits der Vernunft im Verständnis der eigenen Unvollständigkeit und Unvernunft. Das auszuhalten, das ist die eigentliche Aufgabe der Demokratie.

Admin - 21:40:36 | 80 Kommentare


Der Bisherige Blog ist durch einen Telekom Fehler nicht mehr bearbeitbar - ich weiss nicht, was geschieht, ob er Geschichte wird? wir werde sehen. Innovation kennt wohl Grenzen.